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22.09.2015 | Redaktion

Flüchtlinge - Qualifizierung und Arbeitsmarktintegration

Für die Eingliederung von Flüchtlingen in Deutschland sind eine erfolgreiche berufliche Qualifizierung und die Integration in den Arbeitsmarkt von grundlegender Bedeutung. Angesichts der hohen Zugangszahlen stellen sich die Anforderungen, die damit für alle Beteiligten verbunden sind, mit besonderer Dringlichkeit.

Mit Blick auf die Berufsbildung geht es insbesondere um Fragen nach der Förderung deutscher Sprachkenntnisse und der Feststellung beruflicher Kompetenzen, um Beratungs- und Qualifizierungsangebote sowie Kenntnisse über Rechtsvorschriften, die den Zugang zu Ausbildung und Arbeitsmarkt und die damit verbundenen Fördermaßnahmen regeln. Das vorliegende Dossier  enthält eine Zusammenstellung von Dokumenten und Artikeln, die für die Arbeit hilfreich sein sollen. Derzeit sind weitere Änderungen in der Diskussion. Das Interview wird nach Verabschiedung des geplanten Integrationsgesetzes zeitnah aktualisiert werden.

 

Interview

"Flüchtlinge dürfen jetzt unter erleichterten Bedingungen in Deutschland arbeiten."

Wer als Flüchtling in Deutschland einen Beruf erlernen oder arbeiten will, hat eine Vielzahl rechtlicher Vorschriften zu beachten. Jens Dieckmann, Anwalt für Ausländer- und Asylrecht, erläutert die wichtigsten Bestimmungen und ihre Bedeutung für die Praxis. Das Interview gibt die rechtlichen Regelungen mit Stand von September 2015 wieder. Seit 24. Oktober 2015 gelten neben den EU-Mitgliedstaaten, Bosnien und Herzegowina, Ghana, Mazedonien, Senegal und Serbien auch Albanien, Kosovo und Montenegro als "sichere Herkunftsstaaten". Personen aus diesen Staaten haben keinen Anspruch auf die im Interview genannten, für Flüchtlinge aus anderen Herkunftsländern zugängliche Leistungen wie BAFöG, assistierte Ausbildung, Einstiegsqualifizierung und ausbildungsbegleitende Hilfen. Sie sollen das Asylverfahren möglichst schnell durchlaufen und während dieser Zeit keine Leistungen zur Integration in Anspruch nehmen können.
Zum Interview mit Jens Dieckmann

 

Basisartikel

Interkulturelle Kompetenz

Der Schlüssel für gelingende Integration im Betrieb?

Während die rechtlichen Rahmenbedingungen der Ausbildung von Flüchtlingen in Fachkreisen mit Blick auf konkrete Probleme diskutiert und klare Forderungen formuliert werden, sind Herausforderungen, die im Betrieb bei der Vermittlung beruflicher Handlungskompetenz entstehen können, bislang selten ein Diskussionsthema. Gleichwohl besteht ein gewisser Konsens darüber, dass das Ausbildungspersonal auf mögliche spezielle Anforderungen vorbereitet sein sollte, die die Arbeit mit jungen Flüchtlingen mit sich bringen kann. Im Mittelpunkt des Artikels von Monika Bethscheider steht die Interkulturelle Kompetenz.
Interkulturelle Kompetenz

 

Positionspapier

Zur Integration von jungen Geflüchteten

Wie können junge Geflüchtete in die berufliche Bildung integriert werden? Das Positionspapier des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) fokussiert in 10 Kernpunkten wie es gelingen kann, jungen Geflüchteten ausgehend von ihren Potenzialen den Zugang in eine berufliche Ausbildung zu ermöglichen und sie in ihrem Verlauf zu unterstützen.
13.06.16 BIBB-Positionspapier zur Integration junger Geflüchteter

 

Praxisbericht

Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen so frühzeitig und passend wie möglich

Erklärtes Ziel von Early Intervention ist es, Flüchtlinge möglichst frühzeitig - also noch während des laufenden Asylverfahrens - in den Arbeitsmarkt zu integrieren oder in individuell passende Maßnahmen zur Arbeitsmarktintegration einzubeziehen. Inwiefern dies gelingen kann, zeigt ein Praxisbeispiel aus Bremen. Bild: © Igor Mojzes/Fotolia
Zum Praxisbericht auf www.good-practice.de

 

Weitere Informationen zu Early Intervention

  • IAB: Ergebnisse der qualitativen Begleitforschung von Early Intervention
    "Dieser Bericht beschreibt wesentliche Ergebnisse der qualitativen Begleitforschung, in deren Verlauf das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) Interviews in den sechs Modellagenturen geführt und ausgewertet hat. Alles in allem zeigt sich ein positives Bild der Implementation des Modellprojekts." Die Studie verweist auch auf einige strukturelle Probleme ...
  • IAB. Abschlussbericht Modellprojekt Early Intervention
    Dieser IAB-Forschungsbericht führt die Ergebnisse der zweiten Evaluationsphase auf. Hier geht es um Erfahrungen aus den Integrationsbemühungen, die Zusammenarbeitsstrukturen in den Agenturen sowie die Probleme, die mit einem Rechtskreiswechsel verbunden sind.

BWP 1/2016: Migration und Flüchtlinge

Die Situation der Flüchtlinge in Deutschland hängt in entscheidendem Maß von ihrer Integration in Bildung und Beschäftigung ab. Welche Anforderungen stellen sich vor diesem Hintergrund an Institutionen und Akteure der Berufsbildung? Und welchen Beitrag können sie leisten, damit Flüchtlinge entsprechend ihren Qualifikationen gefördert und in die Gesellschaft integriert werden? Hierzu bietet die BWP-Ausgabe Hintergrundinformationen, wissenschaftliche Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Praxis. BIBB: BWP 1/2016

 

Projekte

  • BWP: Flüchtlinge im Bauhandwerk: Integration durch Teilhabe
    Im Pilotprojekt "FAB - Flüchtlinge und Asylbewerber im Bauhandwerk" werden auf der Lehrbaustelle Bebra handwerkliche Grundfertigkeiten vermittelt. Im Idealfall mündet die praxisorientierte Förderung und Begleitung in ein festes Ausbildungsverhältnis. Der Beitrag von Hubert Lorenz aus der BWP (2/2015) beschreibt Entwicklung, Durchführung und Ziele der Maßnahme.
  • Berliner Initiative ARRIVO
    Berliner Betriebe, vornehmlich aus Handwerk und Industrie, aber auch aus anderen Bereichen, wie bspw. dem Pflege- und Gesundheitssektor, bieten interessierten Flüchtlingen während eines drei- bis sechswöchigen Praktikums Einblicke in ihren Betriebsalltag. Ziel des Praktikums ist das gegenseitige Kennenlernen. Das Arrivo-Team vermittelt die Flüchtlinge. Es steht in engem Kontakt mit Flüchtlingsberatungsstellen sowie Einrichtungen des Berliner Netzwerks für Bleiberecht.
  • Berliner Start-up für Flüchtlinge "Cucula"
    CUCULA ist Verein, Werkstatt und Schulprogramm für und mit Flüchtlingen. Die Berliner CUCULA – Refugees Company for Crafts and Design ist ein Modellbetrieb, der Flüchtlinge dabei unterstützt, sich selber eine berufliche Zukunft zu bauen. Dafür sollen fünf Ausbildungsstipendien und ein Startbudget für den CUCULA-Betrieb gewonnen werden. Die pfiffige Idee klingt interessant, scheint aber nicht als Modell für viele andere Betriebe zu taugen.
  • Ausbildungscoaching bei der GrünBau gGmbH
    Das Ausbildungscoaching der GrünBau gGmbH umfasst u.a. die Analyse von Fähigkeiten und Ausbildungswünschen der Flüchtlinge sowie die Begleitung des gesamten Bewerbungsprozesses. Hinzu kommen die Klärung der ausländerrechtlichen Situation, ggf. die Beantragung einer Ausbildungserlaubnis, die Klärung der Finanzierung des Lebensunterhalts sowie die Vermittlung von ausbildungsbegleitenden Hilfen und eine Betreuung während der Ausbildung.

Erfahrungen in der dualen Ausbildung

  • "Das ist für uns schon ein Experiment" (PDF)
    Im Rahmen verschiedener Interviews erhob Frauke Meyer in Hamburg, wie Betriebe, die Flüchtlinge und Asylsuchende ausbilden, deren Teilhabechancen beurteilen, welche Bedeutung ihrer Meinung nach dem Flluchthintergrund zukommt, welche Wissenslücken und Bildungsbedarfe im Verlauf der Ausbildung aufgrund ihrer Erfahrung sichtbar werden und welche Kooperations- und Begleitsysteme aus ihrer Sicht flankiert werden sollten. Das Schlusskapitel enthält daraus resultierende Empfehlungen.
  • WDR Studio Essen: unicblue
    Dass die Ausbildung von zwei Flüchtlingen auch durch einen kleinen Betrieb engagiert betrieben werden kann, zeigt dieser WDR-Hörfunkbeitrag. Das Gelsenkirchener Familienunternehmen unicblue gibt Flüchtlingen eine Chance. Seit einiger Zeit werden dort drei junge Männer aus Afrika ausgebildet. Sie fühlen sich wohl und das Unternehmen fühlt sich bereichert.

Programme

  • ESF-Integrationsrichtlinie Bund
    Mit der ESF-Integrationsrichtlinie Bund wurden ab Juli 2015 erfolgreiche Ansätze der bisherigen Programme "XENOS-Integration und Vielfalt", "ESF-Bundesprogramm zur arbeitsmarktlichen Unterstützung von Bleibeberechtigten und Flüchtlingen" und "IdA-Integration durch Austausch" zusammengeführt und weiterentwickelt. Das Fördervolumen für die soziale Einbindung und Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen umfasst rund 37 Millionen Euro.
  • XENOS Bundesprogramm - XENOS - Bleiberecht
    Das XENOS-Sonderprogramm als "ESF-Bundesprogramm zur arbeitsmarktlichen Unterstützung für Bleibeberechtigte und Flüchtlinge mit Zugang zum Arbeitsmarkt" wurde in zwei Förderrunden (2008 - 2015) umgesetzt. Auf dieser Webseite findet man eine Standortkarte der geförderten Projekte, einen Evaluationsbericht, aber auch eine Good Practice Sammlung. Nach einzelnen Projekten lässt sich recherchieren.
  • Modellprojekt "Junge Flüchtlinge im Jugendmigrationsdienst"
    In bundesweit 24 Einrichtungen erhalten junge Flüchtlinge ab sofort spezielle Hilfsangebote. Mitarbeiter(innen) der Jugendmigrationsdienste unterstützen sie dabei, einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu finden, sprechen mit Behörden, Schulen oder Betrieben und beziehen auf Wunsch auch die Eltern mit ein. Außerdem vermitteln sie Sprachkurse oder bieten Bewerbungstrainings oder Schulungen an.

Hintergrundinformationen

  • BA: Migration und Arbeitsmarkt
    Da die Entwicklung des deutschen Arbeitsmarktes zunehmend von Migration beeinflusst wird, gibt es eine neue Rubrik auf der Website der Bundesagentur für Arbeit mit statistischen Sonderberichten zu den Auswirkungen der Migration auf den Arbeitsmarkt.
  • BAMF: Asylberechtigte und anerkannte Flüchtlinge in Deutschland
    Die erste BAMF-Kurzanalyse beschäftigt sich mit den soziodemographischen Merkmalen, der Qualifikationsstruktur, der Arbeitsmarktbeteiligung sowie den Zukunftsorientierungen und Wünschen von Asylberechtigten und anerkannten Flüchtlingen in Deutschland.
  • IAB-Kurzbericht 1/2015 (PDF)
    Rechtliche Grundlagen der betrieblichen Ausbildung von Geduldeten: Für den Arbeitsmarkt ein Gewinn, für die jungen Fluchtmigranten eine Chance - so lautet der Titel des IAB-Kurzberichts. Er berücksichtigt nicht mehr die jüngsten Rechtsänderungen, gibt aber einen guten Einblick in die Umsetzungspraxis der beteiligten Behörden.
  • IAB Bericht: Asyl- und Flüchtlingsmigration in die EU und nach Deutschland (PDF)
    Der aktuelle Bericht aus dem IAB beschreibt einerseits die Entwicklung weltweit und in der EU und andererseits die Situation in Deutschland, er beschreibt die Sozial- und Bildungsstruktur der Asylbewerber und Flüchtlinge und den Stand ihrer Arbeitsmarktintegration. Schließlich beschäftigt er sich mit politischen Handlungsoptionen.
  • OECD: Erfolgreiche Integration - Flüchtlinge und sonstige Schutzbedürftige
    Ziel dieser OECD-Publikation ist es, in leicht verständlicher, überblicksartiger Form die wichtigsten Herausforderungen und empfehlenswerten politischen Praktiken bei der Förderung der dauerhaften Integration für ausgewählte Zielgruppen und Integrationsbereiche darzustellen. Der Band enthält zehn Empfehlungen sowie Beispiele für empfehlenswerte Praktiken aus verschiedenen OECD-Ländern.

Zugang zu Praktika, Ausbildung, Beschäftigung

Kurzübersicht "Praktika" für Asylbewerber und geduldete Personen
Die in dieser Kurzübersicht dargestellten Regelungen gelten ausschließlich für Asylsuchende und geduldete Personen, da hier besondere Vorgaben zu beachten sind. Sie gelten nicht für Menschen, die als Flüchtlinge anerkannt worden sind und eine "Aufenthaltserlaubnis" aus völkerrechtlichen, humanitären oder politischen Gründen erhalten haben. Diese dürfen jede Beschäftigung annehmen. Bild: © alho007/Fotolia

 
  • Wann müssen Ausländerbehörde und/oder Arbeitsagentur (nicht) zustimmen?
    Sehr nützlich ist auch die tabellarische Übersicht der GGUA, der Gemeinnützigen Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender e. V. Ob eine Arbeitserlaubnis erforderlich bzw. eine Zustimmung zur Beschäftigung für ein Praktikum für Personen mit Duldung oder Aufenthaltsgestattung notwendig ist, wird hier auf einen Blick beantwortet.
  • Informationen für Arbeitgeber: Potenziale nutzen - geflüchtete Menschen beschäftigen
    In dieser Broschüre der Bundesagentur für Arbeit, die gemeinsam mit Arbeitgeberverbänden und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) herausgegeben wurde, wird für die Einstellung von Flüchtlingen geworben. Sie  zeigt Betrieben in komprimierter Weise, wie sie vorgehen müssen, wenn sie Geflüchtete beschäftigen wollen und welche Unterstützungsmöglichkeiten die BA bietet.
  • Zugang zum Arbeitsmarkt und Leistungen des SGB II und III für Migranten
    Diese Tabelle (Stand November 2015) enthält eine Übersicht über mögliche Sozialleistungen und Förderungen von Asylsuchenden mit unterschiedlichem Aufenthaltsstatus. Herausgeber ist die Bundesagentur für Arbeit in Osnabrück, die rechtlich beraten wurde durch den Caritasverband für die örtliche Diözese.
  • Rahmenbedingungen von Praktika und ähnlichen betrieblichen Tätigkeiten
    Ebenfalls vom Caritasverband Osnabrück herausgegeben ist eine Arbeitshilfe (Stand Januar 2016) für Unternehmen, Arbeitsverwaltung und Beratungsstellen. In der Arbeitshilfe werden verschiedene Praktikumsarten und sonstige Tätigkeiten definiert und ihre jeweiligen rechtlichen Rahmenbedingungen beschrieben.
  • Der Paritätische: Zugang zu Berufsausbildung und Ausbildungsförderung
    Der Paritätische Gesamtverband hat ebenfalls eine Handreichung für Fachkräfte veröffentlicht. Die Broschüre enthält einen Überblick über ausgewählte Förderinstrumente und ausbildungsfördernde Leistungen. Im Anschluss daran werden die ausländerrechtlichen Voraussetzungen zur Ausbildungsförderung je nach Aufenthaltsstatus dargestellt. Die Broschüre basiert auf der ab dem 1. Januar 2016 geltenden Rechtslage.

Konzept für Berufsschulen

Sprachförderung

Übersetzungshilfen

  • "First Communication Helper for Refugees"
    Eine bildbasierte Kommunikationshilfe des Paritätischen fasst auf 2 Din A4-Seiten die wichtigsten Bilder zusammen, die für eine einfache Kommunikation "per Fingerzeig" erforderlich sind.
  • Langenscheidts Sprachführer Arabisch-Deutsch
    Eine Handreichung zum Ausdrucken mit ersten Redewendungen in Deutsch für Arabisch-Sprechende ergänzt das zurzeit kostenfreie Online-Wörterbuch Deutsch-Arabisch des Verlags.
  • Google-Übersetzer
    Der Online-Übersetzer ist vor allem für die schnelle Übersetzung einzelner Wörter aus/in diverse(n) Sprachen vorteilhaft. Der Übersetzer kann als Smartphone-App zudem auch offline genutzt werden.

Kurskonzepte und Unterrichtsmaterialien

Bremer Handreichungen zum berufsbezogenen Deutsch
Damit Teilnehmende in Qualifizierungen, Ausbildung und Umschulung nicht an sprachlichen Hürden scheitern, wurde die Reihe "Bremer Handreichungen zum berufsbezogenen Deutsch" entwickelt. Die Reihe bietet den Lehrkräften praxisnahe Anregungen und Tipps, Didaktisierungsvorschläge, Unterrichtsentwürfe sowie Checklisten und Hinweise auf weiterführende Literatur.

 
  • IQ Netzwerk: Publikationen zum Berufsbezogenen Deutsch
    Das Förderprogramm IQ stellt Publikationen zum Thema "Berufsbezogenes Deutsch" vor, die als PDF-Dokumente heruntergeladen werden können. Sie finden hier Konzepte, Studien, Handlungsempfehlungen, Leitfäden für die praktische Arbeit und Veröffentlichungen zu guten Beispielen aus der Praxis. Das IQ Netzwerk gibt im Übrigen auch Publikationen zur interkulturellen Kompetenzentwicklung heraus - für Jobcenter und Agenturen, aber auch für KMU.
  • BAMF: "Erstorientierung und Deutsch lernen"
    Das BAMF bietet das Kurskonzept "Erstorientierung und Deutsch lernen für Asylbewerber" zum Download an. Zielgruppe des Konzeptes sind Asylsuchende, die aufgrund ihres befristeten Aufenthaltsstatus keinen Zugang zu den Integrationskursen haben, sich aber dennoch im unmittelbaren Lebensumfeld orientieren und in typischen Alltagssituationen auf Deutsch verständlich machen wollen.

Apps zum Deutschlernen

  • App-Tests bei Stiftung Warentest
    Die Stiftung Warentest hat zwölf Apps für arabischsprachige Erwachsene und Kinder auf ihre Tauglichkeit zum Deutschlernen getestet. Nur zwei davon sind ohne Einschränkung empfehlenswert, nämlich die App "Ankommen" vom BAMF und das Lernspiel "Lern Deutsch - Stadt der Wörter" vom Goethe-Institut.

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

  • B-UMF: Umverteilung minderjähriger Flüchtlinge
    Das Bundeskabinett hat am 15. Juli 2015 das sogenannte "Gesetz zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher" des BMFSFJ verabschiedet. Auf dieser Seite findet man den Gesetzentwurf und eine Stellungnahme des Bundesfachverbands.
  • B-UMF: Alterseinschätzung
    Die Alterseinschätzung ist eine der schwierigsten Entscheidungen im Ankommensprozess von jungen Flüchtlingen. Der Bundesfachverband UMF hat notwendige Verfahrensgarantien und -maßnahmen für die Alterseinschätzung bei unbegleiteten Minderjährigen herausgearbeitet und in einer Broschüre übersichtlich zusammengestellt.
  • B-UMF: Stellungnahme des Bundesverbands unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge e. V.
    Hier werden Kriterien und Anforderungen formuliert,die vor Ort erfüllt sein müssen, damit eine dem Kindeswohl gerecht werdende Betreuung der Minderjährigen gesichert werden kann. In einem zweiten Schritt werden die Erfordernisse an eine Beteiligung der Jugendlichen benannt. Anschließend wird der Bedarf an übergeordneter Unterstützung für den Aufbau von Strukturen vor Ort benannt.

Fortbildungen für Fachkräfte

  • Weiterbildungslehrgang "Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge"
    Der Weiterbildungslehrgang "Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge" an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt qualifiziert für die Arbeit mit diesen Kindern und Jugendlichen. Er soll dazu beitragen, den enormen Betreuungs- und Fachkräftebedarf in diesem Bereich zu decken. Der Weiterbildungslehrgang "UMF" ist anwendungsbezogen und spezifisch auf die fachbereichsübergreifende Arbeit ausgerichtet.
  • www.akademie-rs.de: Hohenheimer Tage zum Ausländerrecht
    Diese jeweils Ende Januar stattfindende Veranstaltung ist seit 1985 ein Forum, das sich an Wissenschaftler(innen) und Praktiker(innen) aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens wendet, die mit Fragen der Migration und der Migranten zu tun haben. Das Interesse der Hohenheimer Tage richtet sich auf eine humanitäre und zukunftsfähige Ausgestaltung dieses Politikbereiches. Die Hohenheimer Tage werden von den beiden kirchlichen Wohlfahrtsverbänden Caritas und Diakonie sowie vom DGB-Landesbezirk getragen.

Positionen

  • Erklärung der Partner der Allianz für Aus- und Weiterbildung (PDF)
    Die Partner der Allianz für Aus- und Weiterbildung wollen sich gemeinsam für die Perspektiven von Flüchtlingen in Deutschland einsetzen. Denn dabei komme es darauf an, dass Maßnahmen von Bund, Wirtschaft, Gewerkschaften und Ländern intensiv untereinander abgestimmt und aufeinander bezogen werden.
  • ZDH-Präsident: "Flüchtling ist kein Beruf"
    Flüchtlinge dürfen in Deutschland nicht zum Nichtstun verurteilt werden. In einen Interview mit der Süddeutschen Zeitung fordert Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer daher neben unmittelbarem Deutschunterricht auch ein humanitäres Bleiberecht für ausbildungsfähige Jugendliche: "Wer eine dreijährige Ausbildung anfängt, muss zwei weitere Jahre hier bleiben dürfen. Dann ist der Betrieb zusätzlich motiviert, diese jungen Menschen einzustellen."
  • Konrad-Adenauer-Stiftung: Zielland Deutschland (PDF)
    "Menschen, die zu uns kommen und sich integrieren, tragen dazu bei, wirtschaftlichen Erfolg und Wohlstand in unserem Land langfristig zu sichern. Die Organisation der Einwanderung nach Deutschland und hohe Flüchtlingszahlen stellen Politik und Gesellschaft aber auch vor Probleme. Für ihre Lösung brauchen wir eine informierte Debatte. Die Fakten und Hintergründe dieser Broschüre sollen dazu einen Beitrag leisten."
  • GEW: Sprachoffensive für Einwanderer dringend erforderlich
    Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), der Deutsche Volkshochschul-Verband (DVV) und der Bundesverband der Träger Beruflicher Bildung (BBB) sehen als Träger der Integrationskurse dringenden Reformbedarf. Sie verlangen u. a., dass der Integrationskurs geöffnet wird für Asylsuchende und Geduldete.
  • IAB Bericht: Asyl- und Flüchtlingsmigration in die EU und nach Deutschland (PDF)
    Der aktuelle Bericht aus dem IAB beschreibt einerseits die Entwicklung weltweit und in der EU und andererseits die Situation in Deutschland, er beschreibt die Sozial- und Bildungsstruktur der Asylbewerber und Flüchtlinge und den Stand ihrer Arbeitsmarktintegration. Schließlich beschäftigt er sich mit politischen Handlungsoptionen.
  • Ergänzende Handlungsbedarfe aus Sicht der BAGFW
    Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e. V. (BAGFW) möchte auf dringenden Handlungsbedarf hinweisen, der in der aktuellen Diskussion um die Aufnahme von Flüchtlingen nicht oder nicht ausreichend Berücksichtigung findet, wie z. B. die Sicherstellung der gesundheitlichen Versorgung von Flüchtlingen, die Sicherstellung der Bedarfe besonders schutzbedürftiger Asylsuchender und die Einführung einer flächendeckenden Asylverfahrensberatung.

Für die alltägliche Unterstützung

  • www.vz-nrw.de/fluechtlingshilfe
    Die Verbraucherzentrale NRW hat in einem eigenen Portal Wissenswertes zusammengestellt, was Engagierte in der Flüchtlingshilfe den Neuankömmlingen für den Verbraucheralltag mit an die Hand geben können. Wie ein Girokonto eingerichtet wird, wenn kein Pass vorhanden ist, welche Fallen bei Haustürgeschäften lauern können oder wie die Rundfunkbeitragspflicht geregelt ist – so liest sich ein kleiner Auszug der Tipps und Themen aus den Seiten für Flüchtlingshelfer. Ebenso ist zu erfahren, was rund ums Fahren mit Bus und Bahn mit auf den Weg zu geben ist oder wie die Kommunikation in die Heimat via Internet und Handy ohne Kostenfallen funktioniert.
 
 
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