06.10.2009 | Florian Reinacher, Heinz Hagel

Das Handy als Lernmedium

Das Handy ist nicht nur Telefon für die Direkt-Kommunikation. Es kann auf verschiedenen Wegen Informationen speichern und wiedergeben und ist daher als Aufnahmegerät und mobile Gedächtnisstütze auch ganz hervorragend für die Prüfungsvorbereitung zu gebrauchen.

MP3-Dateien mit Definitionen

Schwierige Definitionen, Fachbegriffe oder Vokabeln können als MP3-Datei selbst erzeugt und auf dem Handy aufgenommen und abgespielt werden. Ganz bequem können die Lernenden in Bus und Bahn, auf dem Fahrrad oder im Auto die Audiodatei abhören und ihrem Gedächtnis ein bisschen auf die Sprünge helfen. Die Dateien können unter den Lernenden beliebig ausgetauscht werden.

 

SMS mit wichtigen Unterrichtsinhalten

Beim Schreiben einer SMS wird häufig eine beeindruckende Geschicklichkeit und Geschwindigkeit offenbar. Auch dies kann für Lernzwecke genutzt werden: Für die Wiederholung des Unterrichtsstoffs und das Memorieren von wichtigen Wörtern einer Fachsprache senden die Lernenden auf dem Heimweg eine SMS mit den zentralen Fachbegriffen aus einer Stunde Stützunterricht an den Dozenten.

 

Bilder für eine Fotocollage / Fotostory

Zu einem bestimmten Thema können in Gruppenarbeit Fotos geschossen werden. Im Anschluss werden die Bilder ausgedruckt und je nach Schwerpunkt zu einer Collage zusammengesetzt oder in eine narrative Form gebracht. Variieren lässt sich das Projekt durch den Einsatz des Computers. Die Bilder können dort in einem Videoprogramm (zum Beispiel Movie Maker) zu einer Diashow zusammengefügt und mit Musik unterlegt werden.

 

Digitale Lernkartei

Wenn man unterwegs für eine Prüfung lernen möchte, die Lernkarteien jedoch nicht immer mit sich führen will, lassen sich die Kärtchen auch per Kamera auf dem Handy speichern. Dazu fotografiert man in der richtigen Reihenfolge Vorder- und Rückseite einer Karte. Mit dem Wählknopf lässt sich die Kartei dann bequem unterwegs durchblättern. Wichtig ist, dass immer erst die Frage oder der Begriff aufgenommen wird, dann die Antwort oder die Erklärung.

 

QR-Codes entschlüsseln

Jeder, der sich schon einmal für eine Bahnreise ein Onlineticket ausgedruckt hat, kennt auch die QR-Codes. Der QR-Code ist die Grafik rechts oben, die aus vielen kleinen Kästchen und Linien besteht. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um eine Textinformation, die in ein Bild umgewandelt wird. Die Information im Bild lässt sich umgekehrt wieder auslesen. Auf der Webseite der Firma Kaywa kann man sich einen QR-Code generieren lassen. Der Text soll nicht länger als 250 Zeichen sein. Diesen Code druckt man sich dann aus und hängt ihn in der Klasse auf. Anschließend installiert man auf seinem Handy einen QR-Code-Reader. Diesen findet man kostenlos auf folgenden Seiten:


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http://reader.kaywa.com

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http://www.quickmarklive.com

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http://www.i-nigma.mobi

Nicht jede Software funktioniert auf jedem Handy, so dass man eventuell etwas suchen muss, bis man das passende Programm gefunden hat. Danach kann man mit der Handykamera und dem QR-Reader den ausgedruckten Code einlesen und wieder in den Text rückübersetzen.

bpb.de mobil - Politik auf dem Handy

Auch die Bundeszentrale für politische Bildung sieht das Handy als portables Nachschlagewerk  und bietet mittlerweile die Politiklexika "pocket politik" und "pocket europa" mobil fürs Handy an. Voraussetzung ist ein java-fähiges Mobiltelefon mit circa 100 KB Speicherplatz. Dies erfüllen die meisten modernen Telefone.

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