14.06.2012 | PM Stiftung der Deutschen Wirtschaft
Lehrerberuf: hohes Ansehen, aber geringe Anziehungskraft
Studien zufolge gehört der Lehrerberuf in Deutschland zu den angesehensten Berufen. Eine neue Repräsentativbefragung des Instituts für Demoskopie Allensbach stützt dies.
Sie zeigt, dass Lehrerinnen und Lehrer in der Bevölkerung hohes Ansehen für ihre herausfordernde Tätigkeit genießen. Gleichzeitig ergibt die Befragung im Auftrag der Eberhard von Kuenheim Stiftung der BMW AG in Zusammenarbeit mit der Stiftung der Deutschen Wirtschaft aber auch zwei paradoxe Befunde: Nur 18 Prozent der Befragten können sich vorstellen, Lehrer zu werden. Und nur 39 Prozent glauben, dass Lehrer viel für die Allgemeinheit tun. Ein wichtiger Faktor für die geringe Anziehungskraft des Lehrerberufs ist der Studie zufolge: Zwei Drittel aller Berufstätigen wünschen sich eine Arbeit, die Spaß macht – aber nur 18 Prozent gehen davon aus, dass der Lehrerberuf Freude bereitet. "Es ist wichtig, dass der Lehrerberuf weit mehr als bisher als attraktive Karriereoption mit enormen Gestaltungschancen wahrgenommen wird. In der Schule entscheidet sich in hohem Maße die Zukunft unserer Kinder und damit unserer Gesellschaft. Dies mitgestalten zu können, ist sehr erfüllend", betont Dr. Arndt Schnöring, Generalsekretär der Stiftung der Deutschen Wirtschaft. Carl-August Graf von Kospoth, Geschäftsführender Vorstand der Eberhard von Kuenheim Stiftung, weist darauf hin: "Ein Großteil der Lehrer bestätigt, dass ihr Beruf ihnen Spaß macht. Diese Botschaft muss in der Gesellschaft noch deutlicher ankommen, um die Geeignetsten für den Lehrerberuf zu gewinnen."
Weitere Informationen
 | www.lehrwerkstatt-unterricht.de Die Broschüre zur Repräsentativbefragung "Geeignet für den Lehrerberuf?" gibt es als Download im PDF-Format auf dieser Seite. |