12.06.2009 | Morten Hendricks
Klex 11 Profiversion
Klex 11 ist eine therapeutische Lern- und Übungssoftware für Legastheniker aller Altersstufen. Sie kann den individuellen Problemen des Lernenden oder den Schwerpunkten des eingeführten Unterrichtsstoffes angepasst werden. Dazu stehen zahlreiche unterschiedliche Übungen in spielerischer Form zur Verfügung.

Die verschiedenen Übungen der Software Klex 11 sind abwechslungsreich und sprechen verschiedene Sinne an. So können die Lernenden auf mehrere Arten am gleichen Wortmaterial üben, ohne dass Langeweile aufkommt. Zu allen Übungen gibt es im Handbuch eine lerntherapeutische Erklärung, die dem aktuellen fachlichen Wissensstand entspricht. Die meisten Übungen können so eingestellt werden, dass keinerlei Vorkenntnisse nötig sind. Dadurch ist auch ein Einsatz bei Lernanfängern möglich. Klex 11 gibt es in einer Basisversion für bis zu sechs Personen und in einer umfangreicheren Profiversion für beliebig viele Lernende.
Inhalt und Aufbau
Die Übungen können von den Lehrkräften aus einem Wortschatz von weit über 6000 Wörtern oder durch selbst eingegebene Wörter gestaltet und individuell konfiguriert werden. Ausgangspunkt beziehungsweise Kontrollinstrument bildet jeweils ein fortlaufender Rechtschreibtest mit einer statistischen Auswertung zu Fehlerschwerpunkten sowie zeitlich bestimmbare Entwicklungsberichte. Das Programm umfasst mehrere Beispieldiktate mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad sowie Wortlisten zu verschiedenen Themen. Eigene Wortlisten und Diktate können eingegeben werden. Alle Listen sind, ebenso wie die Statistik und eine Bestenliste, ausdruckbar. Viele Übungen stehen als Arbeitsblatt mit Aufgabenstellung zur Verfügung. So kann eine Einführung in die einzelnen Übungsformen zunächst am Beispiel erläutert und geübt werden, danach können die Kinder am Bildschirm selbständig weiter üben. Das Fehlen einer Übungsbeschreibung für die Lernenden im Programm und deren Einführung am Beispiel eines ausgedruckten Übungsblattes ist didaktisch-methodisch - bezogen auf Legastheniker - sinnvoll, da so die orthographische Aufgabe und die Übungsform unter Anleitung besser zusammen geführt werden können. Rückmeldungen erfolgen differenziert nach Zeit, Treffern, Punkten und Fehlversuchen. Die Lehrkräfte werden über den Lernstand der Schülerinnen und Schüler umfassend informiert.
Das gestalterische Konzept ist einheitlich, zum Beispiel bei farblichen Hervorhebungen. Die Variationen sind vielseitig, je Rechtschreibproblematik (zum Beispiel Schulung der Merkfähigkeit) mindestens drei Varianten. Gestalterische Mittel sind sparsam eingesetzt und lenken – bei der Zielgruppe besonders wichtig - nicht von der Aufgabenstellung ab.
Einsatzmöglichkeiten
Auch wenn sich die Gestaltung vornehmlich auf Kinder bezieht, so ist das Produkt auch für jugendliche und erwachsene Lerner gut geeignet. Ein Einsatz bietet sich im Deutschunterricht an. Sobald die Lerner im Umgang mit dem Programm vertraut sind, ist auch ein selbstständiger Einsatz denkbar.
Kurzinformation
| Titel | Klex 11 Profiversion |
| Herausgeber | Tintenklex Legasthenie Software |
| Medien | CD-ROM mit Booklet |
| Preis | 90,- Euro |
| Technische Voraussetzungen | Windows Vista, XP, 2000, 98, Pentium Prozessor; 150 MB Speicherbedarf; Grafikkarte 800*600; CD-ROM-Laufwerk; Soundkarte, Internetanschluss für Updates |
| Bestellung | www.legasthenie-software.de |
Fazit
Vor dem Hintergrund einer großen Anzahl von Menschen, die selbst im Übergang von der Schule ins Berufsleben noch große Schwierigkeiten mit dem Lesen und Schreiben haben, bietet dieses Programm Lehrkräften die Chance, den Betroffenen kleinschrittig, didaktisch fundiert und auf motivierende Weise bei ihren Problemen zu helfen. Die große Variabilität und Anpassbarkeit ermöglicht es, Klex 11 genau auf den eigenen Unterricht oder die Schwierigkeiten des Einzelnen abzustimmen. Klex 11 ist ein wertvoller Helfer, um der Zielgruppe den Zugang zu entscheidenden Schlüsselkompetenzen in Alltag und Berufsleben zu eröffnen.
Der Autor
Morten Hendricks ist diplomierter Medienberater und arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter im IBI - Institut für Bildung in der Informationsgesellschaft.