06.10.2009 | Sven Slotosch

FAQ - Technisches rund um den Handyfilm

Damit Ihr Handyfilmprojekt nicht an winzigen technischen Hürden scheitert, haben wir hier das wichtigste Know-how gebündelt.

Welches Dateiformat hat eigentlich ein Handyfilm?

Handyfilme können - je nach Handyhersteller - die Formate 3GP oder MPEG-4 haben. In diesen Formaten können die Filme zwar inzwischen mit den gängigsten Schnittprogrammen bearbeitet werden, wenn man die Dateien vorher ins AVI-Format konvertiert, verbessert sich aber die Bildqualität ein wenig.

Wo speichert mein Handy den Film?

Der automatisch gespeicherte Film ist über das Handymenü wiederauffindbar. Der Dateiname wird automatisch vergeben.

Wie übertrage ich den Handyfilm auf den Computer?

Beim Kauf eines Handys wird in der Regel ein spezielles USB-Kabel mitgeliefert, das die Übertragung von Dateien auf den Computer erlaubt. Manchmal muss man dieses Kabel zusätzlich erwerben. Möglich ist auch die drahtlose Übertragung via Bluetooth oder Infrarot (ja nach Handymodell). Aber natürlich lässt sich der Film auch per E-Mail oder MMS vom Handy aus versenden. Hierbei ist nur zu beachten, dass der Preis für das Versenden einer Multimedia-Message höher ist als für eine normale SMS. Ist das Handy mit einer externen Speicherkarte (Micro-SD, Memory stick Micro) ausgestattet, können die Daten auch über ein Kartenlesegerät auf den Rechner übertragen werden. Dazu muss das Handy vor der Aufnahme so eingestellt werden, dass die Videodaten auf dieser externen Karte gespeichert werden.

Wie kann ich den Film sichten?

Wenn Sie die aufgenommenen Videos vor dem Konvertieren auf Ihrem Rechner sichten, benötigen Sie dazu den aktuellen Quicktime-Player oder den aktuellen VLC media player.

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VLC media player
Der VLC media player ist ein Freeware-Player, der nahezu alle Video-Formate abspielt (auch 3GP-Dateien!).

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QuickTime 7
Auf den Seiten von Apple können Sie den QuickTime Player kostenfrei herunterladen.

Womit konvertiere ich einen Handyfilm?

Zum Konvertieren des 3GP oder MPEG-4-Formats benötigt man Programme, die man sich kostenfrei aus dem Netz laden kann. Ein beliebtes Programm ist dabei SUPER, das auch viele andere Formate umwandeln kann. Wie immer ist bei Download-Portalen Vorsicht geboten. Gehen Sie dazu lieber auf den Webauftritt einer renommierten Computerzeitschrift (chip.de, heise.de) oder laden Sie sich die Programme direkt von den Seiten der Hersteller herunter.

Internetadressen

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SUPER
Programm zur Konvertierung von Videodateien

In welches Format soll ich den Film konvertieren?

Um den Film weiter verarbeiten zu können, empfiehlt es sich die Datei(en) ins AVI-Format zu konvertieren. Die Qualität verbessert sich dadurch leicht und so gut wie jedes Schnittprogramm kann dieses Format lesen und verarbeiten.

Womit kann ich den Film bearbeiten?

Den gedrehten Film kann man mit einem Videobearbeitungsprogramm nachbearbeiten. Diejenigen, die ein Windows-Betriebssystem (ab Servicepack 2) in Gebrauch haben, verfügen über das Programm "Windows Movie Maker", das dafür sehr gut verwendet werden kann. Für Mac-Nutzer ist iMovie bereits installiert, für Linux-Fans gibt es Kino, Cinelerra (auch Mac) und kdenlive. Wer als Windows- oder Mac-Nutzer trotzdem die Open-Source-Gemeinde unterstützen will, findet auch dort mit Avidemux, Virtualdub (nur Windows) oder Jahshaka Programme, welche zudem leistungsfähiger sind als der Movie Maker oder iMovie. Unter den kostenpflichtigen Windows-Programmen sind MagiX Video Deluxe, Adobe Premiere Elements oder Pinnacle Studio zu empfehlen. Vor allem das Preis-Leistungs-Verhältnis dieser Programme ist sehr gut. Mac-User sollten in dem Fall auf Final Cut Express zurückgreifen.
Mit den meisten der Programme können die fertigen Filme direkt auf DVD oder CD (zum Teil auch Blue-Ray) gebrannt werden.

Kostenfreie Schnittprogramme

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Avidemux
Kostenloses und extrem umfangreiches OpenSource-Schnittprogramm für Windows, MAC und Linux.

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VirtualDub
Ebenfalls kostenloses und umfangreiches OpenSource-Schnittprogramm, allerdings nur für Windows.

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Jahshaka
Kostenloses und extrem umfangreiches OpenSource-Schnittprogramm für Windows, MAC und Linux.

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Kino
Schnittprogramm für Linux, vom Umfang her mit dem Movie Maker zu vergleichen.

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Cinelerra
Sehr professionell ausgestattetes Programm für Linux. Nur zu empfehlen für Nutzer mit Erfahrung im Videoschnitt.

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kdenlive
Vom Umfang her zwischen Kino und Cinelerra angesiedelt. Ebenfalls nur für Linux erhältlich.

Kostenpflichtige Schnittprogramme

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Magix Video Deluxe
Schnittsoftware mit viel Ausstattung und sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. In drei Versionen erhältlich ("Normal", Plus und Premium). Hier lohnt es sich, im Internet nach Vorjahres-Versionen zu stöbern, die zum Teil bis zu 70% günstiger zu haben sind. Nur für Windows.

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Adobe Premeiere Elements
Abgespeckte Version des Profi-Programms Adobe Premiere CS. Umfangreich mit sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis und leicht zu bedienen. Nur für Windows.

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Pinnacle Studio
Ebenfalls sehr umfangreich und auch in drei Versionen erhältlich ("Normal", "Plus" und "Ultimate"). Auch hier lohnt sich das stöbern im Internet nach günstigen Angeboten. Nur für Windows.

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Final Cut Express
Umfangreiches Schnittprogramm für Apple-Rechner. Erlaubt allerdings kein direktes Ausspielen auf DVD. Nur für MAC.

Wie gelangt der Film zurück aufs Handy?

Damit der Film auf dem Handy läuft, muss er zurück ins 3GP-Format konvertiert werden. Und dann kann er entweder über das USB-Kabel, Bluetooth/Infrarot oder per E-Mail wieder auf das Handy übertragen werden.